Ausrüstung

Okay. In den Genuss eines kostenlosen Produkttestings sind wir noch nicht gekommen ;)

 

Aber auch wenn man für eine Feierabend-Tour nicht unbedingt eine spezielle Wanderausrüstung benötigt – ein paar Dinge sind doch deutlich bequem und passen in jedem Fall als dauerhafter Begleiter in den Kofferraum.

Rucksack

Was muss rein? Wenn man "das Wetter ordentlich plant" und nicht sicherheitshalber einen Regenschutz einsteckt – dann eigentlich nur ausreichend zu trinken. Hierfür reicht ein kleiner Rucksack. Hier haben wir die kleinen Crossover-Bags für uns entdeckt. 7-10 Liter Volumen reichen völlig aus. Auch etwas geräumigere Bauch- oder Hüfttaschen sind beim Wandern bequem.

Regenschutz

Wenn es dann doch ratsam erscheint, sich auf eine Regenschauer vorzubereiten – reicht in den meisten Fällen ein Schirm! Das klingt altmodisch? Ist es nicht. Es gibt spezielle ultraleichte Trekkingschirme, die nicht kaputt gehen, wenn ein Sturmbö ihn mal umknicken sollte. Sie sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, dafür echtes High-Tech.


Natürlich schaden eine vernünftige Jacke oder eine spezielle Regenjacke im Gepäck nicht. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass ein Schirm wichtiger ist als eine Regenhose zum Drüberziehen. Man bewegt sich ja, Feuchtigkeit dampft schnell wieder weg.

Wanderhose

Auch bei kurzen Touren empfiehlt sich eine Wanderhose.


a) Weil sie atmungsaktiv ist und genügend Bewegungsfreiheit lässt und nirgendwo scheuert.

b) Weil sie sehr schnell trocken wird, wenn einen doch mal ein Schauer erwischt.

c) Weil sie auch dreckig werden darf. Matschspritzer sind eigentlich bei jedem Wetter unvermeidbar.

d) Weil sie unkompliziert und schnell zu waschen und trocknen ist.

FunktionsKleidung

... Geschmackssache. Und eine Frage der Tourlänge. Man kann sich in so viel Spezialkleidung hüllen, dass man am Ende einen Navigator für alle Taschen braucht. Es ist irgendwie immer viel zu viel für kleinere Touren. Wir laufen meist mit einem Fleece (bessere Qualitäten weisen auch ein wenig Regen ab) und tragen darunter Baumwollwäsche. Überaus atmungsaktive Funktionswäsche ist mehr etwas für eine mehrtägige Streckenwanderung.

Wanderschuhe

Ein absolutes Muss auch auf der kleinsten Strecke.

a) Weil man sich darauf verlassen kann, dass man sich keine Blasen läuft. 

b) Weil sie Trittdämmung an den richtigen Stellen haben und Knochen und Sehnen optimal entlasten.

c) Weil sie die Trittsicherheit erhöhen.

d) Weil sie Matsch und auch mal ein paar Schrammen abkönnen.

 

Die Wahl des richtigen Schuhs ist mit Sicherheit auch eine Erfahrungssache. Wir besitzen jeder zwei Paar: Ein Paar halbhoher Trekkingschuhe und ein paar Trekkingsandalen für den Sommer. Sandalen haben immer den Nachteil, dass die Öffnungen zwar gut lüften, sich aber doch hier und da ein Stein oder ein Stöckchen in den Schuh verirrt. Ohne hier unbezahlte Werbung machen zu wollen – mit dem mittlerweile auch in Europa bekannter werdenden Hersteller Keen haben wir die beste Erfahrung. Die Schuhe sind vorne breit, die Schnürung sorgt für optimale Festigkeit am Fuß – und heiße Füße hat es beim Laufen noch nie gegeben. Und selbst beim ersten Tragen noch nie eine Blase. Das erste Paar hat knapp 2000 km gehalten.

Wanderstöcke

... Kleinvieh macht auch Mist. Es gibt wirklich unwegsames Gelände, wo Wanderstöcke eine echte Tritthilfe sind. Aber auch wenn die Wanderstöcke auf einer längeren Tour einfach nur "mitlaufen": Sie verlagern die Gesamtbelastung von den Beinen in den oberen Teil des Körpers. Das ist minimal. Aber nach ein paar Tausend Schritten haben Sie am nächsten Tag garantiert Muskelkater in Schultern und Armen, wenn Sie das Laufen mit Stöcken nicht gewohnt sind. Das Laufen wird ganzheitlicher – und alles, was unsere Füße und Knöchel entlastet, nehmen wir doch gern, oder? Nachteil ist natürlich, dass man immer was in den Händen hat.

Technikzubehör für das Digitale Wandern

Sie haben dafür gesorgt, dass Sie die Wanderroute auf einem offline verfügbaren Kartenmaterial unterwegs abrufen können? Gut.

Alles andere hängt natürlich davon ab, was Sie unterwegs noch so machen machen wollen. Fotos? Filme? Bloggen? Ein kleines flexibles Stativ für das Iphone ist eigentlich bei uns immer im Gepäck – und natürlich eine Akkuladung extra. Letzteres ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie von unterwegs Fotos posten wollen. Denn unserer Erfahrung nach sind Funklöcher (und davon hat es im Bergischen Land recht viele) ein echter Akkufresser sind, wenn eine Anwendung permanent ergebnislos versucht zu posten.

... und für den Notfall

Wie das Handtuch für das Weltall nehmen wir beim Wandern immer ein Schlauchtuch mit (spezieller Outdoorbedarf). Es wiegt nichts, trocknet schnell. Sei das Wetter im Tal auch noch so schön – auf den Höhen überrascht einen doch gern mal ein frischer Wind. Das Schlauchtuch schützt Hals, zur Not auch die Ohren. Und im Sommer ist es als Sonnenschutz für den Kopf brauchbar.


Wer sich auf seine Schuhe nicht hundertprozentig verlassen kann, ist mit einem Pflasterpäckchen im Rucksack sicher gut bedient. Und ein Taschenmesser hat uns unterwegs schon die unterschiedlichsten guten Dienste geleistet.