WT08: Dorperhof - Burg - Glüder

"Habt ihr Besuch?" wurden wir gefragt, als wir an Schloss Burg auf Bekannte trafen. Ja, so kennt man Schloss Burg wohl. Als Anziehungspunkt für Touristen und als Ausflugsziel aus seiner eigenen Kindheit. Diese Tagestour führt auch über Schloss Burg, vor allem aber über die umliegenden Berge und bietet viele Weitblicke über das Tal der Wupper und darf daher bei "Wuppertippeln" nicht fehlen, auch wenn die Anfahrt etwas weiter ist als die versprochenen 20 Minuten von der Mitte Wuppertals aus. Auch Wasser fehlt nicht. Wir gehen mehrmals über die Wupper, über die Staumauer der Sengbachtalsperre und vor allem um das, was unsere Gegend auszeichnet: Zahllose Siepen. Die Strecke braucht ein wenig Kraft in den Beinen. Aber allein der spektakuläre Fernblick gleich zu Beginn auf die Müngstener Brücke ist es wert.

 

Wer mit dem Auto anreist, parkt im Solinger Stadtteil Jagenberg in der Burger Landstraße, etwa in Höhe Hausnummer 160 oder Bushaltestelle "Birken". Wer mit ÖPNV anreist und sich die Fahrt über die Müngstener Brücke nicht entgehen lassen will, steigt in Solingen-Schaberg aus und läuft den Kilometer zusätzlich bis zu unserem Einstiegspunkt.

 

Wir biegen in den Fußweg gegenüber der Hausnummer 158. Dieser führt uns zwischen Wiesen hindurch zu einer kleinen Siedlung, hier gehen wir schräg rechts auf die Müngstener Brücke zu. Über die Brücke hinweg blicken wir nach Remscheid. Rechts den Wiesenweg hinunter, durch Ilexbüsche in den Wald hinab. Der Weg stößt weiter unten auf den Solinger Klingenpfad, Wanderzeichen S. Den müssen wir rechts gehen, aber der Abstecher zum Aussichtspavillon links ist unabdingbar. Ein grandioser Ausblick auf die Müngstener Brücke erwartet uns. 

 

Wir folgen dem Klingenpfad bergab. Es geht um einige Siepen, wir folgen der Beschilderung Richtung Wiesenkotten. Kurz vor dem Wiesenkotten können wir den gut ausgebauten Wanderweg mit einer Spitzkehre links durch einen schmalen Waldpfad vermeiden, bitte in die Karte schauen. Am Wiesenkotten überqueren wir die Wupper, gehen hier rechts nach Unterburg. Dies ist der Wanderhighway, den wohl jeder kennt, der schon einmal vom Müngstener Brückenpark nach Schloss Burg gelaufen ist. Aber keine Sorge. Das wird hinter den Ausflugszielen ganz schnell wieder anders, wenn es wieder in die Wupperberge geht. 

 

In Unterburg gehen wir wiederum über die Wupper, wer sich jetzt Höhenmeter sparen will, fährt mit der Seilbahn rauf zur Burg. Wer sich das ganze Glück erwandern will, nimmt den steilen Serpentinenpfad hinauf. An der Burg ist Gelegenheit für einen kleinen Snack. Kraft tanken, wir haben noch ein paar Berge!

 

Hinter der Burg geht es über den Parkplatz rechts, wir folgen den Wanderzeichen X, A1 und A5 Richtung Sengbachtalsperre. Gablet sich der Weg, so nehmen wir A5, der uns zum Diederichstempel führt, von wo aus man sehr schön zur Burg blicken kann. Am Diederichstempel führt links ein sehr schmaler, nicht ausgezeichneter Trampelpfad bergab. An einem weiß gestrichenen Felsen geht es mit diversen Wanderzeichen links weiter Richtung Sengbachtalsperre. An einem Wegezeichen halten wir uns nicht Richtung Sengbachtalsperre, sondern Richtung Sperrmauer. Wir gehen über die Sperrmauer und dahinter rechts. Der Weg führt hinunter zum Sengbach, mit einer Spitzkehre kurz vor dem Bach und der Landstraße rechts, Wanderzeichen S und A1. Mit der Brücke gehen wir über den Hammersbach. Links führt bei Glüder die große Brücke über die Wupper (man könnte die Wupper theoretisch auch schon eine Brücke früher überqueren, diese ist zwar auf den Karten eingezeichnet aber schon seit längerer Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt!)

 

Hinter der Wupperbrücke geht es rechts bergab zum Parkplatz des ehemaligen Landhauses Glüder — oder wer sich noch erinnert, der ehemaligen Diskothek Getaway. Wir überqueren den Parkplatz; schräg rechts geht unser Weg mit mehreren Wanderzeichen weiter. Hinter der gesperrten Wupperbrücke mit der Insel, auf der sich das Tierheim befindet, geht es rechts bergab. An der Kreuzung der Wanderwege nehmen wir den Brezelweg, Wanderzeichen B. Es geht wieder bergauf, vorbei an der Petersmühle. Direkt dahinter links einen schmalen Reitweg bergauf (ab hier hilft nur der Blick in die Karte). Im Zickzack geht es bergauf. Hinter einigen Häusern, die im Wald gelegen sind, geht es mit dem Weg links durch die Siedlung Steinsiepen weiter bergauf. Noch vor der Burger Landstraße links die Abkürzung durch den kleinen Park mit dem Ehrenmal nehmen. Wir kommen auf der Burger Landstraße genau an unserem Ausgangspunkt zurück. 

WT08: Dorperhof - Burg - Glüder

Am Rande: auf der Tour haben wir eine Twitterkonversation aufgefangen: