WK12: Wilhelmstal (Radevormwald)

Zugegeben: Vom Wuppertaler Westen aus ist die Anfahrt zum Wilhelmstal für eine Kurztour recht lang (Von der B7 Höhe Loh sind es 30 Minuten). Aber am Ende der Tour sind Sie an einem der schönsten Abschnitte der Wupper überhaupt. Durch die Wupperauen, dort, wo der Fluss sehr langsam und breit ist, unzählige Vogelarten zu sehen sind – "Bergischer Amazonas" halt. Und wenn Sie ein wenig mutig sind, dann kommen Sie sogar ganz nah ran an den Fluss. Aber darüber später mehr. 

Wir parken in der Hardtstraße, am Bahnhof Dalhausen. Von dort aus gehen wir die Straße "Hardtbach" hinauf. Die Straße mündet in einen Waldweg, der gut ausgezeichnet ist mit dem Wanderzeichen des Jakobswegs. Es geht bergauf. Erst durch den Wald, dann durch eine Heidefläche mit Lärchen, dann an einer Wiese vorbei. Am Waldrand, wenn wir geradeaus auf eine Hofschaft (Sieperhof) blicken, biegen wir links in einen Waldweg, der uns kurz bergab führt, und mit dem Weidezaun dann nach rechts. Wir folgen dem Weg am Zaun entlang bergab. Mitten im Wald kommen wir dann an der beeindruckenden bergischen Villa "Waldfrieden" vorbei. Wir überqueren den Wilhelmstal-Bach, es geht dann kurz bergan, bis wir auf einen geteerten Weg kommen, dem wir nach links folgen. Diesen Teerwerg verlassen wir mit dem ersten Waldweg, der schräg links abbiegt.

 

An einigen Teichen vorbei geht es dann bis auf die Straße "Wilhelmstal". Wir biegen rechts. Am Spielplatz biegen wir links und gehen über die kaum noch sichtbaren Bahnschienen geradeaus mit vielen Wanderzeichen in einen Pfad. Allgegenwärtig der Blick auf die alten Tuchfabrikgebäude, die langsam verfallen. Es geht hinab bis zur Wupper. 

 

An ihr gehen wir nun entlang. Sie fließt hier sehr breit und ruhig, hat Inseln und sehr viele Wasservögel. Der Weg führt unter einer Bahntrasse hindurch. Hinter der Bahntrasse müssen Sie sich nun entscheiden. Entweder Sie gehen diesen breiteren Weg weiter und entfernen sich ein wenig von der Wupper, oder Sie nutzen den nächsten Waldpfad rechts, der in die Wupperschleife führt und sehr abenteurlich später wieder auf den Hauptpfad trifft. Wenn Sie sich für den "sichereren" Weg entscheiden, sollten Sie dennoch einen kurzen Abstecher in den genannten Pfad machen, denn wenn er ans Wupperufer führt, haben Sie wiederum eine spektakuläre Aussicht auf den Fluss. Kehren Sie dann einfach wieder um.

 

Wir haben auf dieser Runde das Abenteuer gewählt. Am Wupperufer halten Sie sich links und suchen den kleinen Pfad, der direkt an der Schleife entlang führt.  Anfangs ist dies recht einfach, aber umso weiter Sie gehen, desto häufiger müssen Sie sich den Weg unter oder über umgefallenen Bäumen bahnen. Der Pfad führt über einen Wall, und wenn Sie sich dem Wehr nähern, gehen Sie links, gefühlt fast unterhalb des Wupperniveaus. Wenn der Weg leicht bergauf auf den Hauptweg führt, laufen Sie an einem Schild vorbei, das in die Richtung zeigt, aus der Sie gerade gekommen sind. "Vorsicht, Lebensgefahr, Betreten verboten." Dies dürfte nicht an den umgestürzten Bäumen liegen, sondern wohl eher daran, dass die Wupper Sie vermutlich das Wehr hinab reißen würde, falls Sie denn auf die verwegene Idee kommen würden, ausgerechnet an einer solchen Stelle baden zu gehen. Auf dem Hinweg in die Schleife stand ein solches Schild nicht – entscheiden Sie selbst, ob Sie unsere riskantere Variante laufen mögen wollen oder nicht. Die Aussicht auf die Vogelwelt lohnt allemal.

 

Auf dem Hauptpfad gehen wir rechts. Der Weg führt am Bahngleis entlang, vorbei am Wehr und an den riesigen leer stehenden Fabrikgebäuden des 19. Jahrunderts durch das Wilhelmstal. Der Weg endet in Dalhausen, hier halten Sie sich links, gehen unter der Brücke hindurch zurück zum Parkplatz.