WF15: Hammerstein —  Gräfrath

Man glaubt es kaum. Sonnborner Kreuz, Kläranlage Buchenhofen — da soll sich das Wandern lohnen? Oh ja, das tut es. In wenigen Schritten ist man von der Schwebebahnstation Hammerstein aus mitten im Grünen, in den Wupperbergen hoch über allem, hat einen weiten Blick über die Hügel und Täler, in denen wir wohnen, und versöhnt sich mit der urbanen Topografie.  

Diese Tour ist ein typisches Beispiel dafür, dass man mitten in der Stadt zu Fuß sofort die schönsten Landschaften erreicht. Wir empfehlen sie daher ganz besonders all jenen, die keine weite Anreise haben möchten, und diese am liebsten mit der Schwebebahn. Sie führt fast nur über befestigte Waldwege, normales Schuhwerk reicht also. 

 

Wir starten also an der Schwebebahnstation Hammerstein und laufen in die Hammersteiner Allee, überqueren die Haeseler Straße. Es geht leicht bergan. Wenn die Hammersteiner Allee zur Sackgasse wird, geht es rechts in die Schlieffenstraße mit ihren großzügigen Villen. Hier sehen wir auch zum ersten Mal unser Wanderzeichen "U", dem wir vorerst folgen. Zwischen zwei Villen führt uns "U" nach links zum Waldrand. Hier verschwenkt der Weg nach rechts, wir gehen bergauf in den Stadtwald. Wir stoßen auf einen breiteren Weg, gehen rechts, folgen immer dem Wanderzeichen. Der Weg führt aus dem Wald heraus an einem Hof vorbei, direkt auf die sogenannte "Eselsbrücke" zu, jene Osterei-förmige Brücke, die hoch über die A 46 führt, und die wohl jeder von uns auf der Autobahn schon Hunderte Male unterquert hat. Erstaunlich, wie ländlich es hier oben ist!

 

Es geht über die Eselsbrücke, dahinter weiter den Teerweg hinauf. Hier haben wir eine weite Sicht auf die gegenüberliegenden Berge Wuppertals. Nun vorbei an den alten Häusern Sonnenberg 4 und 5 geradeaus durch "Schieten". Geradeaus geht es mit "U" wieder in den Wald hinein, stößt auf einen breiteren Teerweg, den wir links gehen. Zu unserem Wanderzeichen gesellen sich nun noch einige weitere hinzu. Wir gehen an der im Wald gelegenen privaten Realschule Boltenheide vorbei. Dahinter geht es kurz bergab, dann gabelt sich der Weg. Links führt "U" wieder hinab zum Hammerstein; dieser Rundkurs wäre eine Abkürzung und empfiehlt sich bei weniger Zeit (Wir haben diese Runde unter den Kurztouren als WK15 Hammerstein — Dasnöckel beschrieben). 

 

Wir gehen mit A2 rechts in den Wald hinein. Ab hier beginnt der schönste Teil der Wanderung, er führt für ein paar Kilometer über einen fast ebenen Höhenweg an den Wupperbergen entlang, von wo es zwischendurch immer wieder einmal einen weiten Blick über Hügel und Täler gibt. Oberhalb der Klärananlage Buchenhofen blicken wir nach Cronenberg. Wir gehen an einer Trinkwasserquelle vorbei. A2 biegt irgendwann scharf links ab und führt wieder ins Tal hinunter. Wir bleiben aber auf dem gut befestigten Höhenweg, der jetzt keine Markierung mehr hat. Hier verliert sich langsam das Grundrauschen der Stadt. Einige Zeit später stoßen wir auf eine Wegkreuzung. Hier gehen wir nun links bergab, ebenfalls ohne Wanderzeichen. Stößt der Weg auf einen breiteren, gehen wir nach links an einem Tümpel vorbei. Hinter dem Tümpel haben wir das Wanderzeichen A2 wieder, nach etwa 500 Metern bergauf erreichen wir die Solinger Ortschaft "Schieten" (ja, es ist derselbe Name wie der der Wuppertaler Ortschaft vorhin). Oben angekommen geht es geradeaus über weite Wiesen auf den Solinger Lichtturm zu. 

 

Hinter dem Lichtturm überqueren wir die Landstraße zum Tierpark Fauna, halten uns dann rechts und sehen wieder das Wanderzeichen A2. Wer mag, kann am Bauernhof Meinsma an einer fast rund um die Uhr geöffneten "Tankstation" frische Milch zapfen. Der Weg geht nun mit einer eigenen Fußgängertrase ein Stück die Landstraße entlang. Direkt hinter dem Ortseingangsschild Wuppertal geht es rechts in das Sträßchen Boltenheide, wieder auf die Realschule im Wald zu. Hier laufen wir also eine kleine Schleife. Hinter der Schule geht es diesmal links mit "U" ins Tal hinab. Aufgepasst, kurz danach biegt "U" mit einem Trampelpfad durch den Wald unvermittelt nach links hinunter zu einer Pferdekoppel. Am Sträßchen "Steeger Heide" halten wir uns links, gehen durch einen Pferdehof nun immer bergab. Mit einer Brücke geht es über einen Zubringer der A46. Immer weiter bergab, an der Pina-Bausch-Gesamtschule vorbei. An der Florian-Geyer-Straße geht es links unter den diversen Brücken des Sonnborner Kreuzes hindurch, direkt wieder auf die Schwebebahnstation Hammerstein zu.